Was ist ein Kendama?

Kendama

Das Kendama ist ein traditionelles japanisches Geschicklichkeitsspiel aus Holz. Es besteht aus einer Kugel (Tama), welche durch eine Schnur mit dem Griff (Ken) verbunden ist. Der Griff besteht aus drei Bechern (Big-, Small-, Base Cup) und einem Spitz (Spike), mit dem sich die Kugel aufspießen lässt. Grundsätzlich geht es darum die Kugel in den Bechern zu fangen, wobei es etwa 1000 verschiedene Tricks geben soll. Das Spielen mit dem Kendama trainiert die Hand- Augenkoordination, Balance, Reflexe, befreit den Kopf, fördert die Konzentration sowie Kreativität und eignet sich als sinnvoller Ausgleich zum digitalen Zeitvertreib.

Geschichte

Erste Aufzeichnungen gehen zurück nach Japan in das 17. Jahrhundert, wo es ursprünglich als Trinkspiel gespielt wurde.
Im Verlauf der Edo Zeit erkannten die Geishas eine andere Nutzung darin. Sie machten sich den spielerischen Aspekt und das unscheinbare Aussehen zum Vorteil, schärften die Spitze, versteckten sie in der Kugel und nutzen das Kendama so als geheime Selbstverteidigungswaffe.
Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es unter Kindern und Jugendlichen populär. Zur selben Zeit wurden die ersten Vereine zur Förderung des Kendamas und dessen Einsatz im Schulalltag gegründet.

Bilbouquet

Der direkte Vorfahre des japanischen Kendamas ist das Bilbouquet. Es soll seinen Weg über die Seidenstraße von Frankreich nach Japan gefunden haben, wo es später weiterentwickelt wurde. Das Bilbouquet war zur Zeit von Henry des 3. sehr beliebt und wurde von vielen jederzeit mitgetragen, um sich damit die Zeit zu vertreiben.

Ajagak

Als ältester Vorfahre gilt das grönländische Ajagak, welches aus einem spitzen und einem ausgehöhlten Tierknochen bestand. Ihm wurden magische Kräfte zugesprochen, weshalb es zu rituellen Zwecken aber auch zum Training der Hand- Augenkoordination eingesetzt wurde.